Just like Honey
Ein ganz normaler Tag mit höhen und Tiefen

Auf und ab

heute war's ... eigentlich ganz gut. Ja. Meine beiden engsten Freundinnen haben mich in der großen Pause auf mein Problem angesprochen. Wir reden da ja sonst nicht drüber. Ich behalte so etwas für mich, natürlich, was soll man da schon groß zu sagen? Aber heute war es schön, darüber zu reden. Sie haben wissen wollen, wie es denn nun mit mir aussieht, ob sie mir helfen können, was genau mich eigentlich "krank" macht. Sie waren ernst und neugierig, und das ist sehr gut, denn ich finde es wichtig, dass sie es verstehen. Natürlich kann man so etwas nicht verstehen, wenn man es nicht selbst erlebt, aber ich habe mir alle Mühe gegeben, ihnen zu erklären, was in mir vorgeht und was zur Zeit der Stand der Dinge ist.
Tatsache ist nämlich, dass ich immer mehr lerne, mit den Nachwirkungen der Essstörung (und der Störung selber, wenn sie denn mal wieder auftaucht) umzugehen. Ich kann mich selbst besser einschätzen und ich arbeite an mir. Jedenfalls esse ich (meistens) normal. Mit Betonung auf meistens.
Bald gehe ich zu so einer Psychotherapeutin. Die soll sehr nett sein. Ich bin schon sehr gespannt! Hoffentlich bringt das etwas. Es ist schon recht entlastend, wenn man mal alles aussprechen kann, was einem so auf der Seele liegt. Und vieleicht hat eine andere, professionelle Person da auch gute Ratschläge für mich. Ich denke schon, dass es mir helfen wird, vor allem, da ich mit meinen Eltern nicht vollkommen frei darüber reden kann. Klar, sie sind immer für mich da, aber natürlich haben die beiden eine gewisse Meinung, und unsere emotionale Bindung ist zu stark, um sich objektiv über die Sache zu unterhalten.
Ansonsten... wie gesagt, ich arbeite dran.
Heute ist wenigstens schönes Wetter ich liebe Sonnenschein. War aber auch ein recht anstrengender Tag... jetzt freu ich mich auf meine entspannende Dusche und nachher auf das Abendessen. Ist es nicht schön, wenn man sich auf eine Mahlzeit tatsächlich freuen kann? Ich liebe dieses Gefühl.
Und ich liebe meine Freundinnen dafür, dass sie heute mit mir darüber geredet haben. Sonst fühle ich mich immer relativ isoliert, weil es in mir so vieles gibt, was sie nicht kennen oder verstehen. Aber heute konnte ich wenigstens teilweise den Stöpsel herausziehen. Dummerweise fallen mir in solchen Momenten nie die wesentlichen Punkte ein. Aber was solls! Wenigstens wissen sie, DASS in mir etwas kompliziertes vorgeht, und allein das hilft mir schon.
Ich hoffe bloß, sie halten mich jetzt nicht für so nen Psychopathen. oO Ich komme mir gerade vor wie ein richtig gestörter Patient :D keine Angst, mir geht es die meiste Zeit über ziemlich gut. Das Ganze ist nicht so extrem, wie es sich anhört.

13.5.09 18:13
 


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